Jahrelang hat meine Familie Spargel im Spargeltopf gekocht. Dieser hohe Topf wurde im Prinzip nur im Frühjahr genutzt und stand sonst im Keller, denn wer braucht schon so einen hohen Topf? Früher liefen abends Kochsendungen, die sich meine Oma gerne angeschaut hat. In der Spargelsaison wurde da ein Ofenspargel vorgestellt, einfach in der Auflaufform, ganz ohne Topf und Wasser, einfach nur mit Butter gegart. Und tatsächlich, meine Oma hat seitdem ihren Spargel nie wieder anders zubereitet.
Der Vorteil der Zubereitung im Ofen ist, dass uns der Spargel bisher noch nie bitter geworden ist. Auch für viele Esser lässt sich Spargel auf diese Variante ganz einfach in großer Menge zubereiten. Das Beste ist, man muss nicht dabei stehenbleiben und aufpassen, damit nichts überkocht, sondern kann ganz entspannt die Kartoffeln nebenher zubereiten.
Pro Person sollte man mit 500g Spargel als Hauptmahlzeit rechnen.
Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden.

Die Spargelstangen in eine Auflaufform legen und großzügig mit Butterflöckchen bedecken.
Bei dickem Spargel die Stangen nicht zu sehr aufeinander stapeln, lieber eine größere Form verwenden. Je mehr Schichten man hat, desto länger ist die Garzeit.

Die Form mit Alufolie abdecken und auf mittlerer Schiene bei 180°C bei Heißluft garen. Ich mag es, wenn der Spargel etwas in der Butter anröstet. Wer das nicht mag, der sollte einmal zwischendrin den Spargel etwas durchmischen.
Mit Sauce Hollandaise oder flüssiger Butter servieren.